Der Erlanger Kripo ist jetzt ein dicker Fisch ins Netz gegangen: Sie konnte ein mutmaßliches Netzwerk von Fälschern auffliegen lassen. Die Täter stehen im Verdacht, mit gefälschten Meisterbriefen Beute in sechsstelliger Höhe gemacht zu haben. Seit Januar 2024 führt die Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth intensive Ermittlungen. Die Ermittlungen führten zu einem 47-jährigen Türken. Der Mann gab sich gegenüber seinen Kunden als Mitarbeiter der Handwerkskammer aus. Er garantierte, die Fälschungen der Kammer als echt einzutragen. Dazu kam es dann aber nie. Die Käufer konnten damit sogar Betriebe führen und Lehrlinge ausbilden. Der Tatverdächtige wurde bereits wegen Urkundenfälschung in 48 Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. In dem Netzwerk aus Zwischenhändlern ist auch seine Lebensgefährtin. Ende November konnte die Polizei zudem einen 51-jährigen deutschen Zwischenhändler festnehmen. Er kam in U-Haft.